Platte des Monats: April 2018

Bob Downes Open Music – Electric City

 

Electric City Cover Front

Bob Downes liest weder Zeitung noch schaut er Nachrichten im Fernsehen. Stattdessen lernt er neue Instrumente. Ungefähr 30 bis jetzt. Hauptsächlich Flöte und Saxophon unter vielen anderen Blasinstrumenten.

Downes war ein großer Fisch in der englischen 60er und 70er Jazz-Rock Szene. Dieses Album ist ein typisches Werk dieses Genres. Und es ist hervorragend. Funky Gitarren (Ray Russell, Chris Spedding), schwere Bläser (inkl. Kenny Wheeler, Ian Carr) und lebendige Vocals von Bob selbst schaffen eine fantastische Aufstellung. Natürlich spielt er Flöte und Saxophon auf den meisten Tracks selbst.

Bereits zu Beginn mit „No time like the present“ als Eröffnung ist das Wesen der Platte klar – geradliniger Rock mit jazziger Attitüde, manchmal psychedelisch (nicht schwer mit einem quietschendem Sax) und immer funky. Herausragende Instrumentalisten und das komplette, reichhaltige Arrangement lassen Electric City herausragen. Wie eigentlich bei jedem guten Crossover kann man nicht mehr von entweder Jazz oder Rock reden. Weil er seinen eigenen Stil definiert, der allein für sich steht. Hörtip: „Walking on“ und „In your eyes“. Einfach großartig.

Alles in allem eine absolute Empfehlung. Anhören und Spaß damit haben.

 

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